Geschichte der MGFG

Vor über 60 Jahren bildeten sich in den nach dem Zweiten Weltkrieg neu gebildeten Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgesellschaften für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Nach dem politischen Umbruch 1990 und der Wiederherstellung der drei Bundesländer wurden auch diese Fachgesellschaften neu gegründet.
In der Folgezeit wurde mehrfach von verschiedenen Vorsitzenden der oben genannten Gesellschaften, aber auch von einzelnen Mitgliedern vorgeschlagen, die wissenschaftlichen Aktivitäten der Gynäkologen und Geburtshelfer in den mitteldeutschen Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen zusammenzuschließen.
Aber erst am 11. Mai 2006 trafen sich 14 Kolleginnen und Kollegen der drei Regionalgesellschaften, um eine Mitteldeutsche Gesellschaft für Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. zu gründen.

Auf der Gründungsversammlung wurde ein Vorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzte:

  • Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolgang Distler, Dresden
  • Stellvertretender Vorsitzender: Prof. Dr. Udo B. Hoyme
  • 2 weitere Vorstandsmitglieder:
    Dr. med. Bernd Pittner, Leipzig
    Prof. Dr. med. Jürgen Kleinstein, Magdeburg
  • Schatzmeisterin: Dr. med. Angelika Herrmann, Halle

Nachdem dann am 20.05.2006 auf einer gemeinsamen Jahrestagung die Mitglieder der wissenschaftlichen Gesellschaften aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen eine Zusammenführung unter dem Dach einer Mitteldeutschen Gesellschaft im Rahmen eines so genannten Verschmelzungsvertrages befürwortet hatten, war eine Bündelung der Ressourcen in Mitteldeutschland auf der 1. Jahrestagung der Mitteldeutschen Gesellschaft für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am 05. Mai 2007 in Dresden möglich geworden. Damit entwickelte sich die Chance, den Interessen der Frauenärzte aus Klinik und Praxis in Mitteldeutschland in wissenschaftlichen Belangen und auch der bundesdeutschen Berufspolitik mehr Gewicht zu verleihen.
Durch den Zusammenschluss der drei Regionalgesellschaften zu einer Mitteldeutschen Gesellschaft für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wird in sinnvoller Weise eine Tradition aufgeknüpft, die es hat schon von Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des 2. Weltkrieges mit einer Mitteldeutschen und einer Südostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologie gegeben hat.